Auf die Straße gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus! – Schul- und Unistreik am 19. November

Schulstreik FlyerUpdate: Gemeinsam zur Demo – Treffpunkt 10:00 auf dem Südcampus auf der Kreuzung zwischen Mensa und Hauptgebäude/AStA.
In den letzten Monaten ist viel passiert. Pegida, AFD, Rassismus und Flucht sind innerhalb eines Jahres die gesellschaftlichen Kernthemen in Deutschland und darüber hinaus geworden. Ressentiments und rassistische Vorstellungen treten auch in der sogenannten „Mitte der Gesellschaft“ immer offener zu Tage. Gleichzeitig lassen aber auch viele Menschen ihrer Solidarität praktische Handlungen folgen. In den Berliner Bündnissen und Organisationen, die sich in diesem Bereich engagieren, zum Beispiel bei Protesten und selbstorganisierten Hilfsstrukturen, beteiligen sich auch viele Studierende. Am Campus unserer Uni bleibt das Thema jedoch unsichtbar – wie so viele politische Diskussionen. Das finden wir falsch. Zwar wird stets betont, dass die TU eine weltoffene Hochschule sei, eine breite Auseinandersetzung mit den Ursachen von Flucht und Rassismus bleibt jedoch aus. Dieses Defizit teilen Lernende und Lehrende gleichermaßen. Die Studierenden der FU haben uns Mitte Oktober mit einer antirassistischen Vollversammlung vorgemacht, wie es auch anders funktionieren kann. Über 400 Teilnehmer*innen tauschten sich dort aus und verabschiedeten einen Forderungskatalog.

Am 19. November bietet sich für uns alle eine Gelegenheit gemeinsam ein Zeichen für eine solidarische Gesellschaft zu setzen.

Wir rufen euch dazu auf an diesem Tag gemeinsam mit uns die Uni zu bestreiken und zur berlinweiten Schul- und Unistreik-Demo um 11:00 Uhr am Potsdamer Platz zu kommen.

Die Forderungen des Tages lauten:

Gleiche Rechte für Alle!
Für volle Staatsbürger*innenrechte für Geflüchtete! Recht auf Arbeit, volle demokratische Rechte und Bewegungsfreiheit.

Lager Abschaffen!
Für die Unterbringung in eigenen Wohnungen. Wo es den Platz nicht gibt: Enteignung von Leerstand und Spekulationsobjekten und massiver Sozialwohnungsbau.

Werdet aktiv gegen rechte Gewalt!
Bildet antirassistische Strukturen! Organisiert euch, geht auf die Straße und seid da wo es brennt.

Rassismus keinen Raum bieten!
Für eine breite Jugendbewegung gegen jede Form von Unterdrückung.